HSC findet spät das richtige Rezept
Über den Auftaktspielen einer neuen Saison liegt oftmals eine große Portion Unsicherheit. Wie harmonieren die neu zusammengestellten Teams und wie stark ist der Gegner wirklich – diese Fragen beherrschen Aktive und Zuschauer gleichermaßen. Auch nach dem Serienstart von Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen gegen Aufsteiger HSG Zwehren blieben viele Unklarheiten. Was für den HSC zählte, waren aber die Punkte, die beim knappen 23:22 (12:16)-Erfolg hart erkämpft wurden.
Rund 100 Zuschauer wollten den Start in der Landwehrhäger Sporthalle live miterleben. Sie sahen eine Begegnung zweier gleichwertiger Teams und ein ständiges Auf und Ab. Den besseren Start erwischen die Gastgeber. Der in der Startformation aufgebotene Neuzugang Louis Feckler erwischte auf Rechtsaußen und Halbrechts eine starke erste Hälfte und hatte seinen Anteil daran, dass der HSC einen traumhaften 6:2-Start hinlegte. Die jungen Gäste, mit Trainer-Routinier Günter Böttcher an der Seitenlinie, hatten in dieser Phase den wuchtigen Angriffsaktionen der Hausherren nichts entgegenzusetzen.
Dann stellte Zwehren aber die Abwehr offensiver ein, was den Spielfluss des HSC deutlich störte. In der eigenen Deckung hatte Landwehrhagen immer größere Probleme mit den beweglichen Gästen, die bis zur Pause die Begegnung komplett drehten.
Danach schien beim Stand von 15:20 (43.) für den HSC alles verloren zu sein. Doch nun packten die Landwehrhäger in der Deckung endlich entschlossen zu, agierten gegen die ohne echten Rückraumschützen ausgestatteten Zwehrener sehr defensiv und schlossen die Lücken. Genau das richtige Rezept für eine Aufholjagd. Linksaußen Marc Adam weckte mit drei Treffern in Folge neue Hoffnung zum 20:21 (47.). Zwehren brachte nun im Angriff nichts mehr zu Stande. Tim Brückner nutzte das mit seinen beiden späten Toren zur ersten Führung seit der 21. Spielminute (22:21). Die Entscheidung markierte letztlich Sven Hinz. „Ich bin stolz, dass meine Mannschaft nie aufgegeben hat. Ein Extra-Lob geht an Eugen Maier und Tim Brückner“, meinte Spielertrainer Hazim Prezic. „Gegen Zwehren muss man erst mal gewinnen. Die können in der Liga auch oben mitspielen.“
Tore HSC: Hinz 6/2, Feckler 4, Maier 3, Adam 3, Brückner 2, Zimmermann 2, Prezic 1, Schulz 1, Wolf 1. (Artikel: mbr - HNA vom 13.09.2010) |